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Hardware-Anforderungen

Der leistungsfähigste Rechner, der für die Entwicklung und Ausführung der Simulationsprogramme zur Verfügung stand, war eine Sun SPARCstation 10 mit einer Rechenleistung von 77,5 Millionen Instruktionen und 9,5 Millionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Der Hauptspeicherausbau betrug 32 Megabyte und es stand eine Plattenkapazität von insgesamt etwa 5 Gigabyte zur Verfügung.

Mit dieser Konfiguration wurden Textkorpora bis etwa 300 Megabyte Größe bearbeitet. Als Engpaß erwies sich oftmals der Hauptspeicher. Deshalb mußten zeitkritische Suchvorgänge, etwa die Binärsuche oder das Hashing, teilweise auf Platte ausgelagert werden, was zu erheblichen Geschwindigkeitseinbußen führte.

Wegen dieser und anderer Hardware-Engpässe wurden zeitweise externe Ressourcen genutzt, insbesondere die Connection Machine  der Thinking Machines Corporation (Hillis, 1986; Mersmann, 1991), die mittels Datenfernübertragung zunächst in Massachusetts, später bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung in St. Augustin erreicht werden konnte. Die Arbeit mit diesem parallel arbeitenden Supercomputer gestaltete sich jedoch aus zwei Gründen schwierig: Einerseits war wegen Leitungsengpässen die erreichbare Datenübertragungsgeschwindigkeit über das Internet in Anbetracht der anfallenden Datenmengen zu niedrig. Andererseits stellte es sich heraus, daß externe Rechenzentren auf Applikationen dieser Art nicht ausgelegt sind und dem Benutzer in der Regel keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung stellen.

Für die Archivierung der gesammelten Textkorpora sowie für die Sicherung der Datenbestände auf den Festplatten erwies sich ein magnetooptisches Laufwerk  als sehr nützlich (Rapp, 1992). Es bietet eine Speicherkapazität von 2 mal 300 MB auf den beiden Seiten eines wiederbeschreibbaren wechselbaren Datenträgers im 5 1/4 Zoll Format.gif Einmal installiert verhält es sich für den Benutzer unter UNIX  oder MS-DOS  wie eine normale Festplatte, allerdings mit einer etwas langsameren mittleren Zugriffszeit von etwa 50 Millisekunden. Gegenüber Bandgeräten bietet es durch den direkten Zugriff auf einzelne Dateien und die einfachere Handhabung erhebliche Vorteile. Zudem arbeitet das System fast geräuschlos.



Reinhard Rapp
Fri Jul 18 19:19:31 MET DST 1997