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Zusammenfassung

Die Ergebnisse des Assoziationsexperimentes mit Paaren von Stimuluswörtern deuten darauf hin, daß die räumliche Anordnung der Stimuluswörter bei der Präsentation keine Rolle spielt. Die Übereinstimmung der Versuchspersonen beim Assoziieren auf Wortpaare ist geringer als beim Assoziieren auf einzelne Stimuluswörter. Die assoziative Response einer Versuchsperson wird für Stimuluspaare im Mittel von 3,6% der übrigen Versuchspersonen ebenfalls genannt, bei Einzelwortstimuli hingegen von 15%.

Bei der Simulation brachte die Addition der Assoziationsvektoren bessere Ergebnisse als die Multiplikation. Insgesamt weicht das Simulationsergebnis beim Paar-Assoziieren auch bei additiver Verknüpfung erheblich stärker vom experimentellen Ergebnis ab, als dies für Einzelassoziationen der Fall ist. Dies kann damit erklärt werden, daß auch die assoziativen Antworten der Versuchspersonen sehr heterogen waren, die Assoziationsstärken potentieller assoziativer Antworten also offenbar dicht zusammenlagen. In einer solchen Situation ist es möglich, daß sich bei der Simulation kleine statistische Abweichungen vom Soll stark auf die vergebenen Rangplätze auswirken. Weitere Gründe für die etwas schelchteren Simulationsergebnisse sind das stark erweiterte Vokabular, der Umstand, daß der Algorithmus bislang noch nicht systematisch optimiert wurde und die Beobachtung, daß die Versuchspersonen beim Paar-Assoziieren mehr Überlegungszeit benötigen, also weniger spontan reagieren. Andererseits wird durch die Simulation qualitativ bestätigt, daß Versuchspersonen auf Paarstimuli wesentlich heterogener antworten als auf Einzelwortstimuli.



Reinhard Rapp
Fri Jul 18 19:19:31 MET DST 1997