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Zusammenfassung

Es wurde gezeigt, daß derselbe Algorithmus, der schon für die Vorhersage deutscher Wortassoziationen verwendet wurde, auch für das Englische ähnlich gute Ergebnisse liefert, wenn er anstatt auf ein deutsches auf ein englisches Korpus angewandt wird. Lediglich bei der Berechnung der assoziativen Verbindungsstärken mußte ein Parameter der Assoziationsformel gif deutlich, ein weiterer geringfügig geändert werden. Diese Parameteranpassung trägt offenbar der Tatsache Rechnung, daß im Englischen die durchschnittlichen Worthäufigkeiten höher sind als im Deutschen.

Zwei Besonderheiten im assoziativen Verhalten der Versuchspersonen wurden in der Simulation bestätigt. Zum einen die Beobachtung, daß die assoziativen Antworten der deutschen Versuchspersonen generell eine größere Streuung  aufweisen als die der englischen. Zum anderen waren die Vorhersagen zu genau denjenigen Stimuluswörtern besonders gut, bei denen auch die assoziativen Antworten der Versuchspersonen eine hohe Übereinstimmung zeigten.

Diese Ergebnisse bestätigen die These, daß freie Assoziationen auf die Kontiguitäten von Wörtern in Texten zurückgeführt werden können.



Reinhard Rapp
Fri Jul 18 19:19:31 MET DST 1997